Ein irakischer Flüchtling zu Gast in der Klasse 10a

Wieso gibt es plötzlich so viele Flüchtlinge? Woher kommen die Flüchtlinge, wer sind sie, und wer darf überhaupt in Deutschland bleiben?

Derartige – vielfach unbeantwortete – Fragen stellen sich derzeit zahlreiche Bürger. Auch in Schulen ist dieses Thema aktuell und beschäftigt die Schüler. Deshalb wurde in der Klasse 10a im Englischunterricht das Projekt gestartet, um Hintergrundinformationen unter dem Aspekt „Endlich verständlich“ zum Thema Flüchtlinge zu erlangen.

Im Rahmen des Projekts luden die Schüler der Klasse 10a Mustafa, einen jungen Flüchtling aus dem Irak, in den Unterricht ein. In einer vorbereitenden Stunde wurden Präsentationen erstellt, um Mustafa über den deutschen Schulalltag zu informieren. Außerdem überlegten sich die Schüler interessante Fragen, die der Gast in einer Fragerunde frei beantwortete.

Schließlich fand am Montag, den 11.07.2016, die erste Begegnung statt. Zu Beginn informierten einige Schülerinnen Mustafa über das deutsche Schulsystem. Im Anschluss daran präsentierte unser Gast Interessantes aus seinem Heimatland und verglich irakische mit deutschen Verhaltensweisen. Außerdem lernten die Schüler Eigenschaften der arabischen Sprache kennen. Als besonders amüsant erwies es sich, Mustafa “some random facts about Germans“ zu erzählen. Dabei führten die Schüler Beispiele an wie “Did you know that Germans love soccer“ oder “Did you know that Bavarians have a lot of different accents“. 

Allerdings erzählte Mustafa in der Gesprächsrunde auch den Schülern Geschichten aus seinem Heimatland. Insgesamt erhielten die 10. Klässer an dieser Stelle einen tiefen Einblick in das Schicksal eines in Deutschland lebenden Kriegsflüchtlings.

An diesem Nachmittag verständigten sich die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe nicht nur in der englischen Sprache sondern erweiterten auch ihren kulturellen Horizont.

Großer Dank gilt unserem Gast, da es ohne seine offene und freundliche Art nicht möglich gewesen wäre, derart interessante Einblicke in das Schicksal eines Flüchtlings zu bekommen und dadurch, auch die Denkweise des ein oder anderen anzuregen. 

Carolin Haasler

 

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