Gymnasium Wendelstein goes Akademie

Sechs Studentinnen der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg absolvierten ihr semesterbegleitendes Praktikum an unserer Schule. Die Bilder zeigen die Abschlussausstellung an der Hochschule, bei der neben den drei Projektgruppen unserer Schule auch Schülerinnen und Schüler des Ladenwolf-Gymnasiumsin Nürnberg und des Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasiums in Schwabach ihre Werke ausstellten, die im Rahmen des Praktikums entstanden sind.

Es war dies eine besondere Würdigung der Arbeit aller Beteiligten das sich auch im hohen Interesse des zahlreichen Publikums, der Eltern, Lehrkräfte und Freunde widerspiegelte. Im folgenden Bericht blicken zwei "unserer" Praktikantinnen zurück auf eine erfahrungsreiche Zeit:

Der Kunstunterricht war in diesem Halbjahr für die siebten Klassen etwas ganz Besonderes. Denn diesmal wurden die Schülerinnen und Schüler nicht von Frau Leder oder Herrn Bloß unterrichtet, sondern von uns Studentinnen der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Wir absolvierten unser studienbegleitendes Praktikum an eurem Gymnasium. Dieses Praktikum sollte dazu dienen, uns als Studierende und angehende Kunstlehrerinnen auf unseren künftigen Beruf vorzubereiten und ermöglichte uns zu überprüfen, ob der Beruf „Lehrerin“ wirklich passend für uns ist. Wir haben also für mehrere Monate den Kunstunterricht in den siebten Klassen übernommen und erste praktische Unterrichtserfahrungen gesammelt. Dabei war es aber kein regulärer Kunstunterricht nach Lehrplan, sondern ein sogenannter Projektunterricht, der einem bestimmten Thema unterlag, zu diesem geforscht, untersucht und gespielt wurde. Zum Ende des Praktikums haben wir unsere gelungenen Ergebnisse in einer Ausstellung an der Akademie der Bildenden Künste präsentiert.

Unser Projektthema war der offenen Bereich der „Performance“ bzw. die Performance im Unterricht. Gemeinsam mit unseren Schülern gingen wir dem Begriff Performance auf den Grund – immer das Ziel im Hinterkopf, die eigene Inszenierung einer Performance, die zur Aufführung gebracht werden sollte. Neben Theorie, in der wir uns gegenseitig verschiedene Performance Künstler und deren Arbeiten vorgestellt haben, stand die Auseinandersetzung mit den eigenen darstellerischen Mitteln im Vordergrund des Unterrichts. Dafür haben wir die Grundlagen des Theaterspielens kennengelernt. Hier gibt es keine Unterscheidung zwischen Theater und Performance, weil die Basics dieser ästhetischen Arbeit ein und dieselben sind. Es geht darum Erfahrungen mit dem eigenen Körper, der eigenen Stimme, dem Raum, der Zeit, dem Mitspieler, etc. zu machen. Darüber hinaus, stand jeder Schüler und jede Schülerin vor der Herausforderung, sich mit ihren Persönlichkeiten in die Gruppenprozesse einzubringen. Die Schüler haben sich geöffnet, sich auf einen nicht immer problemfreien Gruppenprozess eingelassen und das letztlich in eine gemeinsame theatrale Form gebracht. Wir haben alle erkannt, dass Performance eine Kunstform ist, die nur im Miteinander gelingt, die nur in der Kommunikation entsteht – kreativ, demokratisch und innovativ ist.

Die Ausstellungseröffnung am Valentinstag war dann ein sehr aufregendes Erlebnis für uns Alle. Aber den Schülerinnen und Schülern ist es gelungen, zu erfolgreichen Performance-Künstlern zu werden und haben sich den Respekt von dem Ausstellungspublikum eingeholt. Der Applaus zum Ende der Performance belohnte uns für diese intensive Arbeit.

Luisa Lütjohann und Nadja Schmidt

 

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