Zeichnen in der Lorenzkirche

Die Idee war aus der Not geboren, aber sie war grandios: Weil für die Klasse 6a kein anderer Tag als ein Montag zur Verfügung stand, an dem man nicht ins Germanische gehen kann, schlug Hannah Kelsch (6a) vor, dass wir doch auch in eine Kirche gehen und dort zeichnen könnten.

So machte sich am Montag, 17.07. die Klasse 6a (leider ohne Hannah und die Musiker) auf zur Nürnberger Lorenzkirche, wo unsere Anfrage von Pfarrerin Susanne Bammessel auf offene Ohren stieß. Wir wurden von den Kirchenführern und dem Meßner willkommen geheißen und legten gleich los. Es wurde innerhalb und außerhalb der Kirche geguckt, gezeichnet, ausgetüftelt, untersucht, radiert, gekämpft (mit dem Bild), dem Orgelspiel gelauscht (und den Führungen der anderen Schulklassen), vor der Kirche mit Passanten geschäkert, versonnen geguckt, besinnlich gearbeitet und in der Arbeitspause zur Hälfte der Zeit mit einem starken Votum für die Fortsetzung all dessen gestimmt.

Die Offenheit, mit der wir empfangen wurden, ist auch deshalb besonders, weil wir uns um den Aspekt der Religion nur aus der kunstanalytischen Distanz kümmerten, z.B. als es um die Geschichte der Kirche, ihren Zweck und ihre Wirkung ging. Aber es waren gerade auch die Kinder vom Raumerlebnis an diesem besonderen Ort ergriffen, die vorher noch nie in einer Kirche waren.

So hatten wir am Ende der Exkursion viele Skizzenblätter, wesentlich mehr als Kinder. Ein/e jede/r fertigte nicht nur ein, sondern zwei, manchmal drei und Emma Sörgel sogar fünf Zeichnungen an. So geriet diese arbeits- und erfahrungsreiche Exkursion zu einem Format, das wir bei nächster Gelegenheit wiederholen sollten. Und falls die Lorenzkirche den möglichen Ansturm aus Wendelstein nicht verkraften sollte, dann stünde uns mit der gleichen Herzlichkeit auch ein Besuch der Sebalduskirche frei, wo uns Pfarrerin Petra Seegets auf ähnliche Weise willkommen heißt.

An dieser Stelle ein herzlicher Dank an die beiden Pfarrerinnen!

Außerdem möchten wir uns bei den Schülerinnen und Schülern der 6a bedanken, die sich an diesem sensiblen Ort trotz z.T. sperriger Ausstattung (Zeichenbrett, Stifte ...) vorbildlich verhalten haben.

Thomas Scherzer und Werner Bloß

 

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