Q11-Fahrt nach Weimar 2017

4:45 Uhr - Während ich den Großteil meiner Familie um ihren Schlaf beneiden durfte, hieß es für mich sich aus dem Bett quälen zu müssen. Ehe ich anfangen konnte mein Gehirn aus dem Traumland zurück zu fischen, sah ich unsere Schule schon in tiefer Dunkelheit. Ein durchaus ungewohnter Anblick. Nachdem alle einen Platz mehr oder weniger gefunden gatten ging es also daran den verlorenen Schlaf aufzuholen.

Nach einer kleinen Pause zum Frühstücken begaben sich 120 Schüler, in Gruppen aufgeteilt, in verschiedene Führungen.

Unsere Gruppe fing mit einer Tour durch Goethes Wohnhaus an, bei der man sich während seines Rundgangs verschiedene Sprachbeiträge über einen Audioguide anhören konnte. Beeindruckend war Goethes Haus deshalb, weil es vor allem für seine verschiedenen Sammelleidenschaften ausgelegt war. Außerdem existierte eine große Privatbibliothek neben seinem Arbeitszimmer. Er war ein sehr beschäftigter Mensch und ein extremes Arbeitstier, was sich unter anderem darin widerspiegelt, dass er trotz eingerichteten Schlafzimmer in einem unbeheizten Raum, der provisorisch eingerichtet war, schlief.

Danach ging es weiter zu einer Führung, die von Goethe handelte und in der auch als normaler Mensch dargestellt wurde, ohne den Dunst des extrem erfolgreichen Schriftstellers. So hatte diese einen Teil seiner Liebesbeziehungen zum Thema oder auch seine Tätigkeiten, da er das Schriftstellern zu einem großen Teil seines Lebens eher nebenbei neben vielen anderen Interessen ausübte.

Sobald wir zu Goethe-Experten ausgebildet worden waren, stand ein weiterer Weimarer Autor auf dem Plan. Goethes Freund Schiller war zu seiner Zeit ebenfalls sehr ambitioniert, wobei er sich mehr auf das Schreiben konzentrierte. Besonders beeindruckend war, dass Schiller in Sachen Kindererziehung sehr fortschrittlich war. Für seine Familie ließ er nur das Beste zu und schlug seine Kinder nicht, was zu seiner Zeit nicht üblich war. Außerdem plante Friedrich Schiller über seinen Geldbeutel hinaus. Sein Wohnhaus in Weimar war sogar nach seinem unerwarteten Tod noch nicht abbezahlt.

Bevor wir die Heimreise antraten, genossen wir noch die Zeit in Weimar. Einige Schüler schauten sich die Hofbibliothek Anna Amalias, einer Gönnerin der Kunst in Weimar, an, andere besichtigten den Schlossgarten.

Weimar ist eine schöne Stadt und durchaus sehenswert. Es war sehr interessant die Wohnstadt der großen Autoren zu sehen, die wir sonst nur von Erzählungen aus dem Unterricht kennengelernt hätten.

Maximilian Hanstein, Q11

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