Die 8c in der Wüste

Die Klasse 8c ging heuer auf ihrem Teamtag durch die Wüste – glücklicherweise nur ein paar hundert Meter, nämlich in der Sandgrube bei Gsteinach (Schwarzenbruck). Die Idee war, mal gemeinsam etwas Großes zu schaffen. Dazu bot die Sandgrube vom Sandwerk Adler ideale Bedingungen.

Als sich um 8:30 Uhr alle Schülerinnen und Schüler mit Werkzeug, Sonnenschutz und Flüssigkeitsnachschub am Eingang eingefunden hatten, wurden wir vom Geschäftsführer Herrn Guttenberger herzlich begrüßt und sogleich durch das gesamte Werksgelände geführt. Es war spannend zu erfahren, wo unser Bausand herkommt, wie er gewonnen und verarbeitet wird, und vor allem, was nach dem Abbau mit dieser Wunde in der Landschaft passiert.

Wir konnten sehen, dass hier der Abbau von Sand und die Wiederbefüllung mit gesäubertem Bauschutt oder Bauaushub Hand in Hand gehen. Ganz beeindruckend war die Darstellung des Wasserkreislaufs im Werk: Sämtliches Reinigungswasser wird zum Ausfällen des abgewaschenen Lehms in einen künstlichen Teich geleitet und kommt von dort in ein Speicherbassin, von dem aus es wieder für den nächsten Reinungungsprozess zur Verfügung steht. Der Bedarf an zusätzlichem Wasser im Werk ist sehr gering. In den Teichen leben Rotfedern, Karpfen und sogar Waller, die zum Angeln eingesetzt wurden. Nach dem Abbau des Sandes und der Wiederbefüllung wird aus dem Gelände wieder das gemacht, was es einmal war: ein Teil des Lorenzer Reichswaldes.

Nach der Führung stellte uns Herr Guttenberger eine Ecke des Geländes zur Verfügung, mitten im allerfeinsten Qualitätssand, gereinigt, auf gleiche Korngröße sortiert und herrlich anzufassen. Dort setzte die Klasse 8c als Teamleistung ihr Signet „in den Sand“, was zum Schluss von einer Drohne aus fotografiert wurde. Es war schön zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler zunächst eifrig und gemeinschaftlich zu Werke gingen. Gegen Ende merkte man dann aber doch, dass wir in der Wüste arbeiteten. Trotz bester Versorgung durch Herrn Guttenberger mussten immer mehr fleißige Arbeiterinnen und Arbeiter Schatten und Entspannung suchen. Manche flohen gar auf die Gipfel der umliegenden Sandberge. Das machte aber nichts, denn das Signet war gut auch aus 70 Metern über dem Boden sichtbar (s. Bilder).

Bei Herrn Guttenberger und der Firma Sand Adler bedanken wir uns an dieser Stelle ganz herzlich!

Es wäre schön, wenn wir einmal wieder diese grandiosen Möglichkeiten nutzen dürften. Vielleicht bauen wir nach unserem Brotofen auch mal wieder etwas aus Lehm an unserer Schule. Herr Guttenberger meinte, dass dieser begehrte Rohstoff immer mal wieder beim Abbau des Sandes anfällt.

Tamara Völker und Werner Bloß

 

 

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