Literatur des 21. Jahrhunderts: Das W-Seminar Deutsch auf der Frankfurter Buchmesse

Am frühen Samstagmorgen, des 14. Oktobers 2017, traf sich unsere W-Seminargruppe, bewaffnet mit Kaffee, am Nürnberger Hauptbahnhof, um festzustellen, dass unser Zug nach Würzburg Verspätung hatte. Um nicht auch noch unseren Anschlusszug nach Frankfurt zu verpassen, durften wir eine ICE-Fahrt, anstelle einer langweiligen Regionalbahn erleben. So genossen wir letztendlich eine sonnige Fahrt zur Buchmesse. Auf dem Fußweg dorthin, begegneten uns zunächst sogenannte Cosplayer, die sich als Figuren aus der Film- und Comicwelt verkleideten

An der Messe angekommen schreckten uns zunächst die langen Schlangen an den Kassen ab. Jedoch war das Glück auf unserer Seite und ein netter, kleiner Asiate führte uns zu einem nicht besetzen Ticketschalter, wodurch wir binnen Minuten unsere Eintrittskarten hatten und das Messegelände betreten konnten.

In der Anime- und Cosplayhalle schauten wir uns zunächst kurz um und konnten in eine andere Welt eintauchen, waren jedoch zugleich ein wenig abgeschreckt von den vielen Menschen. Größtenteils trafen sich dort bereits Kostümierte und hatte man zu diesem Zeitpunkt noch keine Verkleidung, hätte man sich dort noch mit Kostümen und Fanartikeln eindecken können.

In dem großen Messegelände fanden wir uns schließlich in der Kinder- und Jugendbuchhalle wieder. Dort konnten wir unteranderem unsere Kindheitserinnerungen (z.B. „Der Regenbogenfisch“, „Die kleine Hexe“, Der kleine Rabe Socke“ oder auch „Der kleine Eisbär“) wiederaufleben lassen. Neben den Ausstellungen von großen Buchverlegen (z.B. Carlsen), konnte man Bücher erwerben oder sie sich auch von den Autoren signieren oder vorlesen lassen. Die Ausstellungen selbst gefielen uns sehr gut, jedoch vertrieben uns die Menschenmassen schnell wieder und wir flüchteten in den weitläufigen Außenbereich, wo ebenfalls Lesungen und Interviews mit bekannten Autoren stattfanden (z.B. Cassandra Clare). Wir selbst erhaschten leider nur einen kurzen Blick auf Nicholas Sparks, der allerdings sehr sympathisch wirkte.

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir damit, zwischen den verschiedenen Hallen zu pendeln und unter strahlendem, blauen Himmel zu verschnaufen. Gerne hätten wir bei dem schönen Wetter auch ein Eis genossen, allerdings sahen wir es nicht ein 3,50 Euro für eine Portion zu bezahlen. Also für alle, die einmal zur Buchmesse wollen, Verpflegung selbst mitbringen!

Gegen 17 Uhr verließen wir die Buchmesse wieder und waren von den vielen Eindrücken erstmal ziemlich geschafft und freuten uns auf eine entspannte Zugfahrt. Von einer ruhigen Rückfahrt konnte aber nicht die Reden sein, da uns die Bahn noch so einiges bot: verspätete Zügen; ein letztlich vergeblicher Sprint in Würzburg von Gleis 3 zu Gleis 11; die Rücklichter des Anschlusszuges; tanzende Leuten mit einer echten Ratte auf der Schulter und einen Bummelzug, der in jedem noch so kleinen Dorf hielt.

Umso erleichterter waren wir, als wir endlich, spätabends, in Nürnberg ankamen und uns alle voneinander verabschiedeten. Was für ein erlebnisreicher Tag!

Von Lea Schroll, Janina Ott und Stefanie Thümler

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Parallelwelten auf der Buchmesse Frankfurt - ein Ort für Lesebegeisterte und Cosplay-Fans

Die Frankfurter Buchmesse weckt nicht nur das Interesse der Roman-und Sachbuchleser, sondern ist auch zum Treffpunkt für hunderte Cosplay-Fans geworden, die das Messegelände in ihren selbst gemachten Phantasiekostümen bevölkern.

Die Zugfahrt unseres W-Seminars nach Frankfurt gestaltete sich gleich ereignisreich und auch die Messeumgebung im Herzen von Frankfurt beeindruckte uns mit vielen Hochhäusern. Nach dem Kauf der Eintrittskarten wurden wir mit Shuttlebussen zu den verschiedenen riesigen Messehallen gefahren.

Von insgesamt 11 Hallen erschien uns die Halle 3 am attraktivsten, in denen Kinder- und Jugendbuchautoren ihre Werke präsentierten. Schier erdrückt von der Masse an Besuchern bahnten wir uns unseren Weg durch die Gänge und Stände. Nicht nur die Menschenmassen überraschten uns, sondern auch die überteuerten Preise des Essens.

Nach einer kurzen Pause auf der "Agora", dem Forum der Messe, entschieden wir uns, eine Lesung von Nicholas Sparks in der Open-Stage-Arena anzuhören. Unser Vorhaben, ein Autogramm zu ergattern, erwies sich aber angesichts der überraschend langen Warteschlange vor dem Autogrammzelt als zu zeitaufwändig.

Neben dem Literaturbetrieb waren auf dem Messegeländer die aufwändig kostümierten jungen Cosplayer nicht zu übersehen. In ihren bunten Verkleidungen waren sie stets für ein Erinnerungsfoto an die Buchmesse bereit.

Jennifer Wild und Laura Eigler