(GAST-)FREUNDSCHAFT, GANZ GROSS GESCHRIEBEN!

Der Schüleraustausch zwischen Wendelstein und dem polnischen ?ukowo startet in seine dritte erfolgreiche Runde.

Seit 2014 pflegt das Gymnasium Wendelstein eine offizielle Schulpartnerschaft mit dem Publiczne Gimnazjum nr 2 im. Jana Heweliusza in ?ukowo. Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe haben hierbei die Gelegenheit an einem Programm teilzunehmen, das Elemente des klassischen Schüler- mit solchen eines europäischen Kulturaustauschs verbindet.

Zusammenlaufen sollen die Begegnungen der deutsch-polnischen Teams am Ende in einem jeweils mehrsprachigen Projekt, das auf die Herstellung eines kulturvergleichenden bzw. -verbindenden Produkts abzielt. In den beiden vorherigen Austauschrunden waren im Rahmen dieser Schülerkooperationen ein dreisprachiger interkultureller Kalender sowie ein trilingualer Kurzreiseführer entstanden. Die dritte Austauschgeneration hat sich vorgenommen, einander polnische und deutsche Kurzkochrezepte näherzubringen, die auch für Schüler/innenhände leicht und zeitsparend in die Tat umzusetzen sind. 

Neben der gemeinsamen Arbeit am Projekt bestand zudem umfangreich Gelegenheit, sich auch auf vielen anderen Ebenen zu begegnen und kennenzulernen, die einen Schüleraustausch in den Augen Jugendlicher häufig wohl erst so richtig zum Erfolg werden lassen. Auch diesmal wieder wurde ein buntes Ausflugs-, Besichtigungs- und Erlebnispaket geschnürt, das den Gästen aus Polen und ihren deutschen Partnern die Besonderheiten der mittelfränkischen Metropolregion näherbringen sollte. Dabei ließen insbesondere die gemeinsame Höhlenbegehung in der Fränkischen Schweiz sowie der anschließende Besuch des Kletterwalds in Pottenstein die meisten Austausch-Tandems im Handumdrehen sehr hilfsbereit, versiert und trittsicher im Umgang miteinander werden. Unterstützt wurde die trotz mancher Sprachbarrieren problemlose Annäherung auch durch die Gelegenheit, ausreichend gemeinsame Zeit in den Familien und vor allem miteinander zu verbringen und auch außerhalb von Schule und Kulturprogramm in partnerschaftlicher Eigenregie aktiv zu werden.

Vor Ort in Wendelstein wurden die Gäste aus der Partnergemeinde ?ukowo von Bürgermeister Langhans willkommen geheißen, der der polnischen Jugenddelegation einen herzlichen Empfang bereitete und sich erkennbar über den ungezwungenen Austausch von Grüßen und Geschenken freute. Eine anschließende Ortsbegehung unter Anleitung des Historikers und Heimatkundlers Dr. Jörg Ruthrof brachte den jungen Pol(inn)en schließlich auch noch die unmittelbaren örtlichen und kulturellen Gegebenheiten Wendelsteins näher, so dass sie ihrerseits viele aufschlussreiche Quervergleiche zu ihrer Heimatgemeinde ziehen konnten.

Am gemeinsam gestalteten Abschlussabend wurden die Polen mit einem abwechslungsreichen Büffet in der Mensa verabschiedet, zu dem die Gasteltern eine bunte Auswahl all dessen, was die fränkische Küche so zu bieten hat, auftischten. Der bereits sehr sommerlich anmutende Aprilabend war dabei von einer durchgehend positiven und an weiterem Austausch interessierten Stimmung sowie vom (viel-)stimmigen Klang aller dreier europäischen Sprachen geprägt.

Großer und wahrlich herzlicher Dank seitens der beiden betreuenden Englischlehrkräfte, Mirjam Müller und Doris Westley, für die erfolgreiche Fortsetzung des Polenaustauschs gilt allen so großzügig und bereitwillig gastgebenden Familien sowie auch den beiden polnischen Kolleginnen Michalina Lys und Ola Kobiela, die die Unternehmung auf polnischer Seite mit großem Engagement vorbereitet, ein sehr geschicktes Händchen bei der Zuteilung der polnisch-deutschen Tandems bewiesen und wiederum den weiten Weg aus ?ukowo mit 20 reiselustigen und austauschwilligen ihrer Schüler/innen an Bord auf sich genommen haben.

Der Abschied fiel den jugendlichen Partner(inne)n am Ende der erlebnisreichen ersten Austauschwoche erkennbar schwer, jedoch liegt ganz viel Trost im bereits für Mai 2018 avisierten Gegenbesuch der Wendelsteiner bei ihren Gastgebern in Polen. Bis es soweit ist, besteht nun viel Gelegenheit die geknüpften Bande über die lange Zeit des vorfreudigen Wartens hinweg auf alternativen, sicherlich häufig digitalen Wegen zu vertiefen und sich schon jetzt auf ganz viel fortgesetzte (GAST-)FREUNDSCHAFT im Nachbarland zu freuen.

Mirjam Müller

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