Mein Sommer in Argentinien

Mein Name ist Greta, ich bin 16 Jahre alt und besuche die 11. Klasse am Gymnasium Wendelstein. Im vergangenen Schuljahr habe ich zweieinhalb Monate in Argentinien verbracht.

Der Kontakt zum Instituto Juan Gutenberg in Mar del Plata wurde über unsere Schule hergestellt und nachdem ich mein Interesse am Austausch bekundet hatte, habe ich mehrere Steckbriefe von argentinischen Schülern erhalten. Als ich mich für eine Austauschpartnerin entschieden hatte, nahm diese auch sehr schnell Kontakt zu mir auf und wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut. Herr Dr. Novotný sicherte mir zu, dass ich bereits Ende Juni nach Argentinien fliegen dürfte und so konnte ich mich um die Organisation meines Aufenthalts kümmern und beispielsweise den Flug buchen und eine für Argentinien empfohlene Impfung vornehmen lassen. 

Schnell kam dann er Tag, an dem es endlich losging. Einerseits freute ich mich schon sehr darauf, meine Gastfamilie endlich kennenzulernen, andererseits war ich natürlich auch aufgeregt, da ich meine Eltern sehr lange nicht sehen würde und ich ganz alleine nach Buenos Aires fliegen musste, wo mich meine Gastfamilie dann abholte. Der Flug verlief aber sehr gut und als ich in Argentinien ankam, vermisste ich meine Familie kaum noch. Für mich stand zunächst eine sehr lange Autofahrt an, da meine Gastfamilie in Mar del Plata wohnte, einer Stadt, die ca. 400 km von Buenos Aires entfernt ist. Als ich dort ankam, war ich erst einmal sehr müde, lebte mich aber ziemlich schnell ein und nach einer Woche fühlte ich mich schon fast wie zuhause, was vor allem an der Gastfreundschaft der Argentinier liegt.

Ich ging jeden Tag in Mar del Plata zur Schule, lernte neue Leute kennen und versuchte natürlich auch, etwas aus dem Unterricht mitzunehmen, was sich jedoch schwieriger gestaltete, als ich anfangs vermutet hatte. Dies lag vor allem daran, dass das argentinische Spanisch einige Besonderheiten aufweist. Ich gewöhnte mich jedoch sehr schnell daran und verstand mit jedem Tag mehr. Meine Gastfamilie unternahm auch sehr viele Ausflüge mit mir, beispielsweise waren wir eine Woche in Buenos Aires und wir haben andere in der Umgebung gelegene Städte wie Sierra de los Padres oder Miramar besucht. Dort konnte ich die wunderschöne Natur genießen, spazieren gehen, Matetee trinken und von einer Klippe aus Orcas im Meer beobachten.

Es war sehr spannend für mich, so lange in eine fremde Kultur einzutauchen und Feiern und Bräuche hautnah mitzuerleben. Wenn unsere Schule den Austausch nicht ermöglicht hätte, wäre ich vermutlich nie nach Argentinien geflogen. Jetzt würde ich jederzeit wieder dorthin reisen. Von Februar bis Mai wird meine Austauschpartnerin zu mir nach Deutschland kommen und ich freue mich schon sehr auf ihren Besuch!

Greta Wenzel, Q11

 

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