A Nation of Immigrants

Auf Einladung der Fachschaft Englisch referierte zum ersten Mal Dr. Markus Hünemörder, Lehrbeauftragter am Amerika-Institut der Universität München, am 10. Dezember 2019 über "Immigration to the United States", also über die Einwanderung in die Vereinigten Staaten von Amerika, vor den über 120 Oberstufenschüler*innen des Gymnasiums Wendelstein.

 

Wohl kaum ein anderes Thema zielt so sehr auf die Identität Amerikas, denn die USA sind bis heute eine Nation von Einwanderern. Im Laufe der Geschichte kristallisierten sich dabei einige Konstanten heraus. So ist es nach wie vor der Glaube an den wirtschaftlichen Aufstieg, besser bekannt als der „American Dream“, der viele Menschen in die Vereinigten Staaten führt. Verändert hat sich dabei jedoch die Herkunft der Einwanderer. Waren es im 19. Jahrhundert hauptsächlich Europäer, darunter übrigens viele Deutsche, im 20. Jahrhundert verstärkt Lateinamerikaner, sind es heute Asiaten, die die größte Einwanderergruppe stellen.

Neben der historischen Entwicklung beleuchtete Dr. Hünemörder auch den gegenwärtigen Stand des öffentlichen Diskurses. Dabei nahm die xenophobe Haltung des aktuellen US-Präsidenten eine wichtige Rolle ein. Sein Versprechen nach Abschottung durch Bau einer Mauer zu Mexiko wurde einer genaueren Analyse unterzogen. Als Fazit kann festgehalten werden, dass die Vorstellung einer Mauer mehr als unrealistisch ist. Dennoch hat sich die scharfe Rhetorik Trumps für ihn und seine Partei ausgezahlt, indem sie nun den öffentlichen Diskurs bestimmt und viel Zustimmung unter Wähler*innen erfährt. Dass Trump selbst aber Nachfahre von Einwanderern und Ehemann einer gebürtigen Slowenin ist, scheint dabei keine Rolle zu spielen. Dr. Hünemörder gelang es, genau diese ambivalente Haltung der Amerikaner*innen gegenüber dem Thema herauszuarbeiten.

 

Durch Bezug auf die Simpsons an verschiedenen Stellen in seinen Vortrag, wurde das Thema den Schüler*innen immer wieder auf bildhafte und kurzweilige Art und Weise näher gebracht, so dass es nicht verwunderte, dass sie sich nach dem Vortrag angeregt an der anschließenden Diskussion beteiligten. Einige nutzten die Möglichkeit eines Zweiergesprächs mit dem Referenten nach Ende der Veranstaltung, um ihre Fragen stellen zu können.

 

Christian Endres und Hannah Greger-Wiesneth

 

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