Besuch des HC im Planetarium

Freitag, der 17. Juni 2016, 13.10 Uhr. Eine Horde Schüler stürmt ausgelassen durch die Tür. Das langersehnte Wochenende naht. Nur eine kleine Schülergruppe bleibt in der Aula zurück und schaut nach draußen in den Regen. Zwanzig Minuten später trifft ein Lehrer zu ihnen und sie ziehen los. Aufgeregt quasselnd beginnt die Wanderung zur Bushaltestelle und die Fahrt mit dem Bus wird ebenso fortgesetzt. Das waren wir, der HC und einige andere. Unser Ziel: Das Planetarium am Nürnberger Plärrer. Für uns steht eine Besichtigung an, jedoch nicht einfach irgendeine. Man ermöglicht uns – aufgrund der guten „Connections“ von Herrn Kellner, dem ich an dieser Stelle im Namen aller herzlichst danken möchte – einen Einblick hinter die Kulissen des Planetariums und seiner Technik.

Die Führung beginnt bereits in der Eingangshalle, in der wir nach der Betrachtung der aktuellen Elvis-Ausstellung auf Herrn Sadurski, dem Verantwortlichen für die Technik dort, treffen. Seinen Erklärungen beginnen bereits hier unten: Im Rundell in der Mitte des Eingangsbereichs befinde sich der Projektor hinter einer Mauer, wenn er im Boden versenkt sei. Doch schon bald erklimmen wir die Stufen zum eigentlichen „Planetarium“. Der Sinn der Lichtschleuse erschließt sich uns zu Beginn kaum, da wir dahinter einen hell erleuchteten Raum betreten. Das Loch in der Mitte des Raumes fällt uns natürlich sofort auf und wir versammeln uns darum, um den Projektor, der der wichtigste Bestandteil eines Planetariums ist, zu bestaunen. Herr Sadurski erklärt uns ausführlich, wie er funktioniert, wofür man all diese kleinen Kugeln und Linsen braucht und den inneren (nicht offensichtlich sichtbaren) Aufbau des Geräts. Geduldig beantwortet er alle unsere Fragen und lässt uns außerdem an seinem beachtlichen geschichtlichen Wissen teilhaben.

Danach setzen wir uns – natürlich auf die besten Plätze – um die Wirkung der verschiedenen Techniken (digital mit Beamern, analog mit Dias und natürlich auch mit dem Projektor) anzuschauen. Wir machen verschiedenste Experimente, mischen die verschieden Arten und sind fasziniert vom Ergebnis. Beeindruckend ist vor allem die zwar alte aber bewährte Technik des Projektors bei der Qualität der Sternenprojektion, welche mit keiner der darauffolgenden, modernen Techniken erreicht werden kann. Die digitale Technik erlaubt dagegen beliebige Reisen durch das Sonnensystem und unsere Milchstraße. Zum Schluss lassen wir uns noch einige Spielerein, wie beispielsweise einen Raketenstart, zeigen.

Doch auch hier ist unsere Führung noch nicht zu Ende. Weiter geht’s zum Steuerpult. Noch ganz altmodisch findet man darauf die verschiedenen  Regler für den Projektor, so wie sie gebaut wurden, ordentlich beschriftet. Nur ein Laptop und zwei Monitore für die Steuerung der neueren Technik wurden hinzugefügt. Ganz einfach, denken wir uns, ist doch alles ganz eindeutig beschriftet, doch dann geht das Licht aus und man sieht kaum noch die eigene Hand vor Augen. Wie Herr Sadurski jetzt noch die richtigen Regler findet, ist uns ein Rätsel. Er selbst steuert allerdings eine Geschichte von seinen ersten Erfahrungen im Planetarium bei, die sich kaum von unseren unterscheidet, was uns alle (inklusive ihm) zum Schmunzeln bringt.

Doch auch damit noch nicht genug. Einen Raum gilt es schließlich noch zu besichtigen. Nämlich den, in dem die ganze Technik eigentlich steht. Ein kleiner Raum hinter dem Steuerpult, zu dem nur eine schmale Treppe führt und in den wir kaum alle hineinpassen. Bewegungsfreiheit ist definitiv was anderes. Hier befinden sich die Rechner, einer von zwei riesigen Beamern und alles, was das Nürnberger Planetarium noch so braucht, um dem Zuschauer diesen gigantischen Einblick in unseren Nachthimmel zu ermöglichen.

Wir verabschieden uns mit einem Applaus bei Herr Sadurski, dem ich an dieser Stelle im Namen aller Beteiligten vielmals danken möchte für die ausführliche, außergewöhnliche und überaus interessante Führung, die er uns ermöglicht hat und für seine riesige Geduld, mit der er unermüdlich unsere Fragen beantwortet hat! Beim Verlassen des Planetariums trennen sich unsere Wege und jeder macht sich auf den Heimweg. Bei denen, die gemeinsam in die U-Bahn steigen wird noch ausführlich bis ins kleinste Detail diskutiert. Sicher ist auf jeden Fall, dass uns dieser Tag noch lange in Erinnerung bleiben wird und einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen hat!

Für Interessierte: www.planetarium-nuernberg.de

Von Lara Kirschner, 10c

 

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