Lernen zuhause - ein Schreiben des Staatsministers (22.04.2020)

Liebe Eltern unserer Schülerinnen und Schüler,

ich darf Ihnen zunächst ein an Sie gerichtetes Schreiben von Herrn Staatsminister Dr. Piazolo weiterleiten, das sich im Wesentlichen mit dem „Lernen zuhause“ beschäftigt. Wie ich es Ihnen bereits geschrieben habe, analysieren wir zu dieser Thematik gerade noch die Gesamtlage an der Schule und versuchen, auf die Ahnung der Zeit, die hier noch vor uns liegt, geeignete Nachsteuerungen vorzunehmen. Sie dürfen sich sicher sein, dass wir beständig versuchen, für das „Lernen zuhause“ geeignete Bedingungen zu schaffen, dass wir aber auch wissen, dass wir in unserem großen System nicht fehlerfrei arbeiten können. Alle weiteren Fragen zu Benotungen und Jahresfortgang lassen sich über das Schreiben des Herrn Staatsministers hinaus noch nicht beantworten.

Eine Erweiterung der Teilnahmeberechtigten hat die Voraussetzungen der Notbetreuung für die Jahrgangsstufen 5 und 6 verändert. Alle aktuellen Informationen mit den Hinweisen, ob Ihr Kind teilnahmeberechtigt wäre finden Sie auf der KM-Homepage https://www.km.bayern.de/allgemein/meldung/6945/faq-zum-unterrichtsbetrieb-an-bayerns-schulen.html#informationen-notbetreuung . An unserer Schule ist aktuell keine Notbetreuung eingerichtet, bei Bedarf können wir dies jedoch umgehend tun. Wenden Sie sich gegebenenfalls an das Sekretariat.

Herzliche Grüße und alles Gute für Ihre Familien,

 

Johannes Novotny, Schulleiter

 

Informationen zur Schulschließung (13.03.2020)

Sehr geehrte Eltern unserer Schülerinnen und Schüler,

liebe erwachsene Oberstufenschüler/innen,

 

es herrscht nun Klarheit, dass unsere Schule, wie alle anderen schulischen Einrichtungen in Bayern ab Montag für die Zeit bis zu den Osterferien und in den Osterferien selbst für die Schüler/innen geschlossen wird. Es wird erwartet, dass alle Möglichkeiten genutzt werden, den Unterrichtsausfall abzufangen, beispielsweise über die Verwendung digitaler Medien. Das fordert uns als Lehrkräfte, die wir unseren Teil dazu beitragen wollen, fordert aber auch alle Schülerinnen und Schüler und appelliert auch an deren Eigenverantwortung.

 

Für die Verwendung von mebis ist an unserer Schule alles bereitet. Wir hoffen, dass Mebis spätestens ab Montag uneingeschränkt verwendbar ist. Insbesondere die Oberstufenschüler/innen bitte ich um wache Aufmerksamkeit, allen Informationen und Materialien gegenüber.

 

Allgemeine Informationen wird es auf unserer Homepage laufend geben.

 

Offen bleibt noch, wie die Problematik der nicht abgeschlossenenen Leistungsnachweise in der Stufe Q12 geklärt werden wird. Wir werden Sie hier auf dem Laufenden halten. Die Mathematik-Schulaufgabe in der Q12 wird am Montag nicht stattfinden, ob wir sie noch im Laufe der kommenden Woche nachholen werden oder ob die Leistungsnachweise ganz gestrichen werden, vermag ich noch nicht zu sagen. Das Sekretariat der Schule wird in den kommenden Wochen besetzt bleiben. Telefonisch erreichen Sie uns zwischen 8 Uhr und 12 Uhr.

Für Schüler/innen der 5. und 6. Jahrgangsstufe muss in besonderen Fällen eine Betreuung angeboten werden. Diese Fälle umfassen Eltern, die entweder beide, oder im Falle Alleinerziehender einzeln, in für das Gesundheitssystem "systemrelevanten" Berufen tätig sind. Die Kinder dürfen zusätzlich keine Verdachtsfälle sein und in den letzten 14 Tagen nicht in einem Risikogebiet gewesen sein. Sollte dies auf Sie zutreffen und sollten Sie in diesem Fall eine Betreuung wünschen, dann schreiben Sie bitte am Wochenende eine E-Mail an das Sekretariat oder rufen Sie am Montagmorgen ab 7:30 Uhr an. Die Betreuung soll für die Unterrichtszeit bereitgestellt werden. Kinder aus der genannten Gruppe, die die OGTS besuchen, können dort auch weiter betreut werden.

 

Ich wünsche Ihnen in den Familien alles Gute für die nächste Zeit und freue mich auf die Zeit, in der wieder normaler Schulunterricht und schulische Veranstaltungen möglich sein werden.

 

Herzliche Grüße,

Dr. Johannes Novotny

Schulleiter

 

 

aktuelle Stellungnahmen des bayrischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus >>>

 

Zur Seite mit Hilfen für alle Schülerinnen und Schüler >>>

 

 

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Unterrichtsbeginn am 27.04: Infektionsschutz (24.04.2020)

Liebe Eltern unserer Q12-Schülerinnen,

 

am kommenden Montag dürfen Ihre Kinder wieder den Unterricht am Gymnasium Wendelstein besuchen. Es ist mir wichtig, Ihnen zu diesem Start nach längerer Zeit der Unsicherheit zu versichern, dass wir in intensiver Vorbereitung im Laufe dieser Woche alles in die Wege geleitet haben, dass die Hygienebedingungen im Schulhaus so sind, dass eine Infektionsgefahr so gering wie möglich gehalten wird.

Die Schulbusse fahren wieder nach normalem Betriebsplan. Bei Nutzung durch maximal 13% der Schülerinnen und Schüler für die dieser Plan ausgelegt ist, wird in den Bussen das Abstandsgebot gut einzuhalten sein. Daneben gilt natürlich auch in den Schulbussen die allgemeine Maskenpflicht für den Öffentlichen Verkehr.

Bei Bewegung im Schulhaus besteht das Gebot, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Im Unterrichtsraum ist der Abstand hinreichend eingehalten und ein Gebot zum Tragen des Mundschutzes besteht dort nicht. Zwei Familien der Q12 spenden für alle Schüler/innen der Q12 hochwertige KN95-Masken, die selbst desinfiziert und dadurch mehrfach verwendet werden können. Vielen Dank dafür, auch in Ihrem Namen. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion hat das Staatsministerium heute für das Wochenende eine Lieferung von Mund-Nasenschutz-Masken für alle Q12-Schüler/innen angekündigt. Ob und wann diese eintreffen, vermag ich nicht zu sagen.

Ein ganz wichtiger Hinweis betrifft die Schüler/innen-Anzahl im Unterricht und die entsprechenden Raumgrößen. In der Presse werden die dazu vom Staatsministerium gemachten Hygienevorgaben oft verkürzt dargestellt. Es dürfen in einem normalen Klassenraum bis zu 15 Schüler/innen unterrichtet werden. In größeren Räumen ist jedoch auch eine größere Anzahl geboten, wenn die Abstandsregeln eingehalten werden können. Wir haben uns nach intensiver Diskussion dafür entschieden, in entsprechend großen Räumen ganze Kurse zu unterrichten (bis zu 23 Schüler/innen), weil wir uns sicher sind, die Hygienevorgaben voll erfüllen zu können und andererseits so alle auf dem gleichen Unterrichtsstand bleiben, die Gemeinschaft der Kurse bestehen bleiben kann und wir sogar zusätzliche Unterrichtszeit anbieten können.

Ein weiterer wichtiger Hinweis betrifft die Handhygiene. Vom Gesundheitsamt haben wir noch einmal den klaren Hinweis bekommen, dass regelmäßiges und sorgfältiges Waschen der Hände der gebotene Infektionsschutz ist. Die Voraussetzungen dafür werden voll gegeben sein. Vermieden werden soll der Einsatz von Desinfektionsspendern, weil die Selbstdesinfektion der Hände einerseits kaum fachgerecht durchgeführt wird und weil die Handdesinfektion das Signal geben könnte, das Händewaschen als zweitrangig anzusehen. Wir werden Desinfektionsmittel darüber hinaus punktuell und eher zurückhaltend einsetzen. Wie gesagt, hier werden wir uns auf die medizinische Expertise des Gesundheitsamtes verlassen und gehen davon aus, bestmöglich vorzugehen.

Die Türen im Schulhaus werden zu den notwendigen Zeiten offen stehen, um Kontakte mit Flächen zu vermeiden, auch die Außentüren der Toiletten, die Bewegung im Haus geschieht nach bestimmten Regeln (Einbahnstraßensystem) und die Pausen sind gut geregelt.

Selbstverständlich erfolgt eine sorgfältige Reinigung.

Noch ein wichtiger Hinweis zur Raumlüftung. Durch unsere dezentrale Lüftungsanlage können wir die Empfehlungen zur Raumlüftung bestens erfüllen. Die Lüftungsanlagen bringen Außenluft unter Zwischentemperierung direkt in jeweils ein einziges Klassenzimmer. Eine Vernetzung der Luftströme existiert wie in jedem Haus ausschließlich über offene Türen.

Natürlich sind wir bei der Anwendung unseres Hygieneplans auf das Mitwirken ihrer Kinder unbedingt angewiesen. Wir werden die Schüler/innen am Montagmorgen (und in einem eigenen Schreiben) auf die Situation hinweisen, die Umsetzung erfordert ein Zusammenwirken von allen.

Ihre Kinder werden in der kommenden Woche von der 1. bis zur 6. Stunde durchgehend unterrichtet. Lücken konnten vermieden werden. Den konkreten Plan für den Unterricht der ersten Woche erhalten Ihre Kinder.

Nun noch ein Ausblick auf das, was hoffentlich nicht auftritt, immer aber auch möglich sein könnte: Bei einer Infektion eines Schülers/einer Schülerin entscheidet das jeweilige Gesundheitsamt über das weitere Verfahren, also darüber, wer als direkter Kontakt eingestuft wird und wer sich gegebenenfalls einer Quarantäne unterziehen muss. Anders als vor den Schulschließungen gehen wir davon aus, dass durch die Hygieneregelungen die Voraussetzungen für einen direkten Kontakt nicht erfüllt sind und deshalb auch die damaligen Regelungen (Quarantäne der betroffenen Klasse / des betroffenen Kurses) nicht greifen. Wie gesagt, Entscheidungsträger ist dann das Gesundheitsamt. Es wurde uns aber in Hinblick auf die Prüfungsteilnahme von Kontaktpersonen genaue Prüfung der Situation und nicht die Durchführung von Pauschalmaßnahmen zugesagt.

Eine Sachinformation aus dem Staatsministerium habe ich noch für Sie: Als Entlassungstermin der Abiturienten/innen wurde der 17.7.2020 festgesetzt. Darüber, wie wir diese Entlassung an der Schule gestalten können lässt sich heute noch nicht einmal spekulieren.

Ich hoffe, dass die Ausführungen Sie in Hinblick auf natürlich vorhandene Sorgen ein wenig beruhigen können. Ich bitte Sie auch um Verständnis dafür, dass Sie diese Information erst heute erhalten, aber die Dinge waren auf den verschiedenen Ebenen im Laufe dieser Woche in ständiger Bewegung. Wir tun, was wir können, um Ihren Kindern die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Abitur auch in dieser schwierigen Situation zu bieten.

Herzliche Grüße

Johannes Novotný