Lift up your spirit - Gedanken zum Auftanken der Fachschaft Religion

Kindergottesdienst

"lift up your spirit" - Wer von euch kreativ und aktiv dabei sein will, kann seiner Langeweile ade sagen und sich über den folgenden Link viele tolle Ideen suchen. Das Beste: Es gibt Preise zu gewinnen, und ihr tut auch nebenbei etwas Gutes, weil der Gesamtverband für Kindergottesdienst für jede Einsendung 1€ für die Unterstützung von Kindern in Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln spendet:

 

kindergottesdienst-ekd.de (externen Link)

 

Das Angebot gilt v.a. für die Unterstufe und NATÜRLICH für alle interessierten

Schüler*innen, nicht nur für die evangelischen ;-)

 

Vielleicht erfreut es ja auch das kindliche Gemüt von Älteren ;-)

 


Mascha Kaléko

Die deutschsprachige Lyrikerin Mascha Kaléko (1907-1975) wurde in Chrzanów, einer Stadt im heutigen Polen geboren. Bereits während des 1. Weltkrieges floh das jüdische Mädchen mit ihrer Familie nach Deutschland, wo sie studierte, schrieb und selbst eine Familie gründete. Von den Nazis wegen ihrer Literatur und ihrer Herkunft verfolgt, zog Mascha 1938 mit ihrem Mann und ihren Kindern ins Exil in die USA. Nach dem 2. Weltkrieg lebte sie in Deutschland, Jersualem und schließlich der Schweiz. Als Kennerin stürmischer Zeiten schreibt Mascha Kaléko in ihrem Gedicht „Rezept“ für ein Leben trotz Angst und Ungewissheit.

 

Zum "Rezept" (externer Link)

 

Ein Rezept der besonderen Art – der besonnenen Art. In vielen Imperativen wird uns Menschen klar gemacht, wie wichtig das Weitermachen und das Wieder-Aufstehen, das Routine-Einhalten und das Alles-Annehmen ist.

 

Das Gedicht beginnt und endet mit den Ängsten und der Angst vor den Ängsten. Wie ist damit umzugehen? Kaléko gibt den einfachen Tipp: „Jage sie fort“. Da steckt viel Aktivität drin. „Jagen“ ist eine sehr zielgerichtete Tätigkeit. Die Ängste lassen sich nicht mit einem einfachen „Scheuchen“ vertreiben. Interessanterweise ist diese Jagd kein bisschen martialisch, wie man vielleicht erwartet könnte angesichts der Umstände, unter denen die Dichterin lebte, sondern diese Jagd besteht vor allem in praktischen Gedanken und alltäglichen Tätigkeiten.

 

Recht passend scheint zur Zeit „Feg deine Stube wohl“ aus der fünften Strophe:

Tu also das Normale, halte dich äußerlich rein. Klingt nach banalem „räum dein Zimmer auf“- Auftrag, aber es ist damit noch mehr gemeint. Aktuell hört man oft als Bewältigungsstrategie den Ausspruch: „Fake it, until you make it“ – also sinnbildlich: Wenn du nur oft genug so tust, als wärest du mutig, hättest alles im Griff und kämest mit allem zurecht, dann bist du auch irgendwann mutig und hast tatsächlich alles im Griff.

 

„Zerreiß deine Pläne“ (6. Strophe): Konzerttickets, Urlaubspläne, Schulaufgabenpläne, Abitur… unsere Terminpläne sind auf einmal zerrissen. Ist die Welt jetzt planlos? Kann man in einer Planlosigkeit zuhause sein? Wie gut, dass „unseren Plänen“ noch ein „großer Plan“ gegenüber gestellt ist. Das ist unheimlich tröstend, da dieser Plan offensichtlich nicht zerreißbar erscheint, so wie unsere fragilen Pläne und Theorien. Das heißt nämlich: Selbst wenn alles um uns zusammenfällt, gibt es etwas, das stabil ist, das erhalten bleibt und

worauf wir uns verlassen können. Und in diesem großen Plan ist sogar Platz für Wunder. Wir sollen einfach darauf vertrauen, dass sie eintreten. Mit diesem Hinweis auf die systemrelevanten Wunder lässt sich Kalékos gesamtes Rezept zusammenfassen auf den kurzen Satz: Halte erhobenen Kopfes durch, es kommen bessere Zeiten!

 

In diesem Sinne: „Jage die Ängste fort und die Angst vor den Ängsten“ bzw. „Sei klug und halte dich an Wunder“

 

 

gelassen

 

 

mich einlassen dürfen

mit dir

 

mich auslassen dürfen

zu dir

 

mich belassen dürfen

in dir

 

mich verlassen dürfen

auf dich

 

mein gott

 

der du

 

nicht von mir lässt

 

 

doris honig